Sechs Stürmer beim 1. FC Union im Training

m.koch | 13.02.2009

Trainer Uwe Neuhaus und Sportchef Christian Beeck stapften persönlich zur Platzbegehung in den Jahn-Sportpark. Die Macher des 1. FC Union Berlin sorgten vielleicht mit dafür, dass die Partie gegen Kickers Offenbach am Sonntag nun doch in Prenzlauer Berg stattfinden kann.

„Der Platz ist einigermaßen eben. Wir wollten gern spielen, auch wenn es keine optimalen Bedingungen wie im Hochsommer sind“, sagte Neuhaus nach dem Training am Freitagnachmittag.

Den Kader für das zwölfte Heimspiel im Jahn-Sportpark, wo Union noch keine Begegnung verloren hat, will Neuhaus aber erst nach dem Abschlusstraining am Sonnabend bestimmen. Die Aufgabe dürfte nicht ganz so leicht werden. Schließlich standen beispielsweise am Freitag alle sechs Angreifer im Training. Mindestens vier will Neuhaus gegen die Kickers in den Kader aufnehmen.

Gesetzt sind Kenan Sahin, Karim Benyamina und Shergo Biran. Für Dustin Heun kommt ein Einsatz gegen Offenbach wohl zu früh. Übrig bleiben noch Steven Jahn und Nico Patschinski. Wen wird Uwe Neuhaus streichen? Oder muss sich Offenbach auf fünf Angreifer einstellen?

Jan Glinker bleibt beim 1. FC Union

m.koch | 24.01.2009

Jan Glinker ist kein Mann der großen Worte. Viel musste der Torsteher des 1. FC Union Berlin am Samstagabend aber auch nicht sagen, um die Massen zum Toben zu bringen. Die Nachricht, dass der langjährige Stammkeeper den “Eisernen” auch in den nächsten drei Jahren für Union durch die Luft springt, war der Höhepunkt der Vereinsfeier zum 43. Gründungsjubiläum des Clubs in der Freiheit 15 in der Köpenicker Altstadt. Der Handschlag mit Glinker kostet den Verein ein bisschen mehr als bislang. Leistung lohnt sich eben doch noch. Jetzt fehlt in puncto Vertragsverlängerung von den Stammspielern nur noch Stürmer Karim Benyamina.

Christoph Haker steigt auf beim 1. FC Union

m.koch | 03.01.2009

Von wegen Winterpause. Seit dem heutigen Vormittag hat beim Drittligisten 1. FC Union schon wieder die Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen. Es war so kalt, dass selbst André Hofschneider dick verpackt zum Trainingsauftakt erschien. Der Co-Trainer der Köpenicker trägt sonst bei jedem Wetter kurze Hosen. „Ich bin erst einen Tag vor dem ersten Training aus Miami zurückgekommen. Wegen des riesigen Temperaturunterschiedes zu Deutschland wollte ich nichts riskieren“, sagte Hofschneider. Zu den Trainingsbeobachtern der ersten Einheit auf Kunstrasen gehörten auch Präsident Dirk Zingler und Manager Christian Beeck. Sie sahen zumindest am Vormittag noch nichts von Stürmer Dustin Heun. Die Hoffnungen auf ein rasches Comeback haben sich wohl zerschlagen. Ohne jede Chance auf einen Einsatz in der 3. Liga ist schon jetzt Eric Niendorf. Der ehemalige dritte Keeper nach Jan Glinker und dem seit heute wieder trainierenden Carsten Busch wird zukünftig nur noch in der Verbandsliga für Union II spielen. Christian Beeck hat Niendorf für die Zukunft etwas vorgeschlagen, ansonsten würde sein Vertrag im Sommer auslaufen. Die neue Nummer drei ist Christoph Haker, der noch für die A-Junioren spielberechtigt ist.

BFC Dynamo: Fans boykottieren Spiel in Schöneiche

m.koch | 15.12.2008

Der Sportplatz von Germania Schöneiche war am Sonnabend in punkto Zuschauer BFC-freie Zone. Die Dynamo-Anhänger hatten sich nach den Auseinandersetzungen mit der Polizei beim letzten Auswärtsspiel bei Tennis Borussia (2:4) dazu entschlossen, die Partie zu boykottieren. Am 7. Dezember waren 58 Personen, der Großteil davon BFC-Fans, vor allem durch Reizgas und Schläge verletzt worden. Die Gründe für das Einschreiten der Polizei, die sieben verletzte Beamte zu beklagen hatte: Zwei abgebrannte Böller und das Sitzen eines BFC-Fans auf dem Zaun zum Innenraum.
Am Tag des Schöneiche-Spiels fanden sich wegen der möglichweise übertriebenen Polizeimaßnahmen rund 200 BFC-Anhänger im Vereinsheim im Sportforum ein. Dort bediente der Fanbeauftragte Rainer Lüdtke per PC und Telefon den Liveticker. Für alle, außer den Schatzmeister von Germania Schöneiche, war das an diesem Tag vielleicht die beste Lösung. Zumal Dynamo auch noch mit 0:1 verlor.
Die Fronten bleiben jedoch verhärtet. Den schwarzen Peter können der Berliner Fußball-Verband, die Berliner Polizei und die Polizeireporter dieser Stadt allerdings nicht mehr allein dem BFC zuschieben, spätestens seit ein Prügelvideo der Polizei bei youtube inzwischen fast 100.000 Mal angeklickt wurde und die Polizei durch Nachdruck des Berliner Kurier zu Ermittlungen in den eigenen Reihen inklusive der Suspendierung eines Hunderschaftsführers am 12. Dezember zwang. Am Montag (15.12.) sitzen der Verein und der Berliner Fußball-Verband an einem Tisch.

BFC Dynamo: Erste große Herausforderung für Norbert Uhlig

m.koch | 08.12.2008

Einen Tag nach den Ausschreitungen beim Fünftligaspiel Tennis Borussia - BFC Dynamo (4:2) hat der BFC eine öffizielle Stellungnahme abgegeben. “Der Verein distanziert sich ausdrücklich von einzelnen Personen, die dieses Spiel durch das Abbrennen von Böllern nutzen wollten, um eine gewalttätige Eskalation zu provozieren”, heißt es in einer Pressemitteilung des Clubs, in der zugleich “ein völlig überzogener Polizeieinsatz” kritisiert wird. Die Polizei habe wahllos - auch gegen Frauen und Kinder - Schlagstöcke und Reizgas eingesetzt. Der BFC fordert eine objektive Berichterstattung der Medien und die Aufarbeitung der Vorkommnisse durch die Berliner Polizei. Für den relativ neuen BFC-Präsidenten Norbert Uhlig ist es die erste große Herausforderung im Amt, die angesichts des schlechten Rufs des BFC in der Vergangenheit nicht leicht zu bewältigen sein dürfte. Der Sport ist in Hohenschönhausen mal wieder in den Hintergrund gerückt.

1. FC Union: Ein Testspieler aus Duisburg

m.koch | 08.12.2008

Simon Terrode war an seinem ersten Trainingstag beim Drittligisten 1. FC Union noch ein wenig schüchtern. Der 20-jährige Angreifer des MSV Duisburg wird bis Donnerstag von Trainer Uwe Neuhaus getestet. Ob Terrode sofort weiterhelfen kann, ist fraglich. In dieser Saison kickte er vor allem in der Reserve des MSV Duisburg in der 5. Liga. In der zweiten Liga stehen bislang nur zwei Kurzeinsätze gegen FC Ingolstadt (6:1) und in Fürth (3:4) zu Buche. Während Terrode trainierte, drehte Dustin Heun seine Runden und kickte anschließend mit Physiotherapeut Frank Placzek ganz zart den Ball. Heun kämpft um sein Comeback. Von einem weiteren Pflegefall, Stürmer Shergo Biran, war nichts zu sehen. Die Muskelverhärtung hält wohl noch an. Trainer Neuhaus reagierte genervt auf Nachfagen.

Karim “Mister Doppelpack” Benyamina

m.koch | 24.11.2008

Karim Benyamina mag es gern doppelt. In Regensburg erzielte der Angreifer des 1. FC Union zum vierten Mal in dieser Saison zwei Treffer in einem Spiel. Der 26-Jährige schraubte damit seine Bilanz auf beeindruckende neun Treffer in zehn Spielen. „Mit meinen beiden Toren in Regensburg bin ich nicht ganz zufrieden. Ich hätte noch einen Kopfballtreffer machen können“, gibt sich der Stürmer jedoch selbstkritisch. Seine Drittliga-Bestmarke dürfte der Deutsch-Algerier wahrscheinlich schon in den nächsten Wochen toppen. 2006/07 erzielte Benyamina in der Regionalliga Nord in 35 Partien 11 Tore für Union.

1. FC Union: Spieler gehen aus

m.koch | 03.11.2008

Dem Fußball-Drittligisten 1. FC Union Berlin gehen so langsam die Spieler aus. Im Spitzenspiel gegen Fortuna Düsseldorf hat sich Mittelfeldspieler Patrick Kohlmann verletzt. Eine Kapsel- und Sprunggelenkverletzung zwingt den Ex-Erfurter zu einer vierwöchigen Pause. Stürmer Nico Patschinski plagt sich mit einer Grippe herum. “Sechser” Macchambes Younga-Mouhani ist in Unterhaching gesperrt. Nimmt man noch die zuletzt verletzten Akteure Steven Ruprecht und Shergo Biran hinzu, gehen Trainer Uwe Neuhaus allmählich die Spieler aus. Bei Ruprecht gibt es aber wohl eine Chance, dass er am Samstag wieder auflaufen kann.

BFC Dynamo: Norbert Uhlig folgt Frank Berton

m.koch | 13.10.2008

Beim Oberligisten BFC Dynamo hat eine neue Ära begonnen. Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung wurde Norbert Uhlig zum neuen Präsidenten gewählt. „Ich will die positive Entwicklung des Vereins in den letzten Monaten fortsetzen. Sportlich hoffe ich auf den Aufstieg“, sagte der 55-Jährige. Einen Gegenkandidaten hatte der gebürtige Westberliner nicht. Uhlig spielte in seiner Jugend Fußball beim BSV 92 und später in der Betriebsmannschaft der AOK-Versicherung. Vereinsmitglied beim BFC Dynamo ist er eigenen Worten zufolge seit zwei Jahren. Den Weg zu den Nachfahren des früheren DDR-Meisters fand Norbert Uhlig über Peter Meyer, den heimlichen Chef des Clubs und Vorsitzenden des BFC-Wirtschaftsrates. Uhlig ist angestellter Vertriebsleiter bei der Firma Infinity, deren Geschäftsführer Peter Meyer ist. Beim BFC soll es theoretisch umgekehrt laufen. Da ist Uhlig nun gewissermaßen Vorgesetzter von Meyer. „In den Vorgesprächen mit Peter Meyer und den Fans habe jedoch deutlich gemacht, dass ich kein bezahlter Präsident bin“, stellte Uhlig klar. Während Vizepräsident Peter Proksch und Schatzmeister Sven Radicke im Präsidium verblieben, schied Frank Berton nach über 15-monatiger Amtszeit als Präsident freiwillig aus dem Gremium aus. „Es war klar, dass ich nur für eine Periode eingesprungen bin“, sagte Berton, der BFC-Geschäftsführer bleibt.

1. FC Union: Von wegen freier Tag

m.koch | 07.10.2008

Sonntag und Montag hatte Trainer Uwe Neuhaus den Kickern des 1. FC Union frei gegeben. Doch nicht alle Spieler hielten sich daran. Steven Ruprecht lief sich am Montag im Wald einen Pferdekuss aus dem Oberschenkel. Und Kapitän Daniel Schulz ackerte mit Co-Trainer André Hofschneider 105 Minuten auf dem Rasen. Nach dutzenden Intervall-Läufen, die von Ballarbeit unterbrochen wurden, sah man Schulz die Strapazen an. Doch für das Comeback nach fast sechs Monaten muss das sein. Schulz war zuletzt am 19. April bei Bremen II (0:1) aktiv, ehe ihn eine Knieverletzung stoppte. Zwei andere Akteure müssen derzeit noch auf andere Weise leiden. Stürmer Dustin Heun wurde am Montag erneut am Knie operiert. Torhüter Carsten Busch hat die Finger-OP noch vor sich. Am Montag war der “Problemfall” zu geschwollen.

Berliner Fanblog - Matthias Koch über Profis und Feierabend-Amateure, über Fans und Tradition in der dritten und vierten Liga. Hier wird über die Regionalliga und die NOFV-Oberliga Nord diskutiert, in der noch halbwegs ehrlicher Fußball gespielt wird.

Matthias Koch ist ein echter Köpenicker. Schreiben und Fotografieren sind seine Leidenschaften. Der freie Journalist arbeitet beispielsweise für Fuwo, Kicker, Märkische Allgemeine und Tagesspiegel - immer auf der Suche nach der Story und dem unvergänglichen Foto.

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